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Statistisch eines von 100 Neugeborenen einen angeborenen Herzfehler. Die meisten Herzfehler werden zufällig entdeckt, d.h. ohne dass besondere Risiken vorliegen.
Das Ziel der Untersuchung ist daher der weitest mögliche Ausschluss von angeborenen Herzfehlern. Die Voraussetzung hierfür sind eine spezielle Ausbildung und Erfahrung des Arztes in Verbindung mit hoher Qualität des Ultraschallgerätes.

Bei der fetalen Echokardiographie werden

  • Lage, Größe und Struktur des Herzens und der großen arteriellen und venösen Blutgefäße,
  • die Herzfunktion und Blutflüsse, vor allem an den Herzklappen und den großen Arterien und Venen sowie
  • der kindliche Herzrhythmus

mittels hochauflösender Ultraschallgeräte unter Nutzung von Doppler- und Farbdoppler - Technologie beurteilt. beurteilt.

Optimaler Zeitpunkt für die Untersuchung ist die 20. bis 24.(27.) Schwangerschaftswoche
Bei entsprechenden Hinweisen (z.B.: verdickte Nackenfalte in der Frühschwangerschaft) beginnen wir bereits ab der 15./16. Schwangerschaftswoche mit dieser Diagnostik.

Die Untersuchung sollte erfolgen bei:

  • erhöhter Nackentransparenz in der Frühschwangerschaft (Ersttrimester-Screening)
  • Verdacht auf Herzfehler bei der Ultraschalluntersuchung im II. Trimenon
  • auffälliges CTG (Ableitung der Herztöne), Verdacht auf Herzrhythmusstörung
  • Herzfehler in der Familie (Eltern, Geschwister)
  • mütterliche Erkrankung wie z. B: Diabetes mellitus, Autoimmunerkrankungen wie Lupus erythematodes
  • Einnahme von Medikamenten, Drogen, Alkohol
  • Infektionen der Mutter – Röteln, Cytomegalie, Toxoplasmose und andere

Diese Gründe werden in der Regel durch die Krankenkassen für eine Kostenübernahme akzeptiert. Auch auf Wunsch der Eltern ist eine solche Untersuchung möglich, dann jedoch als IGeL-Leistung.

Mit Hilfe der fetalen Echokardiographie lassen sich die meisten der angeborenen Herzfehler (ca. 80-90 %) erkennen. Es gibt jedoch auch Herzfehler, die in der 20. Schwangerschaftswoche noch nicht (oder schwer) erkennbar sind. Dazu gehören Verengungen an den Herzklappen, deren Folgen erst später sichtbar werden.
Auch ein kleines „Loch" in der Trennwand der Herzkammern ist nicht immer feststellbar.

Bei Feststellung bzw. einem Verdacht auf einen Herzfehler erfolgt eine gezielte Beratung unter Hinzuziehung von Kinderkardiologen bzw. Kardiochirurgen und eines Humangenetikers. Dieses Konsil findet in der Regel in unserem Medizinischen Versorgungszentrum statt. Wir besprechen mit den Eltern wo und unter welchen Bedingungen die Geburt stattfinden sollte und wie das Vorgehen nach der Geburt aussieht.

Die meisten angeborenen Herzfehler können heutzutage sehr gut operiert werden. Die Erfolgsrate der Behandlung steigt nachweislich bei vorgeburtlicher Entdeckung – auch wenn diese Diagnose zunächst Ängste bei den Eltern auslösen.